Clanok z rakuskeho Der Standart o pojednavani za vytrznosti pri zapase Rapid Wien - Dinamo Zahreb este v juni
Pre tych co nevedia po nemecky v skratke asi tolko, ze boli obvineni traja ludia za ten zapas, jeden Viedencan ktory dostal jeden rok, dvaja Chorvati, jeden 12 mesiacov druhy 10 mesiacov. Obaja cudzinci dostali zaroven zakaz navstevovat zapasy rakuskeho futbalu. Policia vychadzala z videozaznamov, kde dotycni boli identifikovani, ako napr. hadze bicykel, ci kvetinace alebo kamene

A.C.A.B.
Leoben - Ein Wiener Rapid-Fan und zwei kroatische Anhänger von Dinamo Zagreb sind am Montag im Landesgericht Leoben zu
Haftstrafen zwischen zehn Monaten und einem Jahr verurteilt worden. Sie sollen an schweren Ausschreitungen, bei denen
39 Polizisten verletzt wurden, nach einem Freundschaftsspiel in Kapfenberg im Juni beteiligt gewesen sein. Das Verfahren
gegen einen vierten Angeklagten wurde am Abend ausgeschieden, weil noch Zeugen benötigt werden. Das Urteil ist nicht
rechtskräftig.
Was sich nach dem Spiel in Kapfenberg abgespielt hat, war für die 55 eingesetzten Polizisten nicht vorhersehbar gewesen.
Binnen weniger Minuten warfen entfesselte "Fans" mit Pflastersteinen, Stangen, Fahrrädern und sogar ganzen Blumentrögen
nach den Beamten. Bei einem Nachbargrundstück rissen sie einfach die Zaunlatten aus und gingen damit auf die Ordnungshüter
los. 39 verletzte Polizisten waren die Folge.
"Nur verteidigt"
Vier der wilden Randalierer mussten sich deshalb wegen Körperverletzung, gefährlicher Drohung, Sachbeschädigung, Widerstand
gegen die Staatsgewalt und Landfriedensbruch verantworten. Wirklich schuldig fühlte sich aber keiner.
Der erste Angeklagte erklärte, er habe sich "nur verteidigt, als plötzlich sechs Polizisten mit erhobenem Gummiknüppel
auf mich zugerannt sind". Er soll auch einen Fahrradständer geworfen haben, was er aber vehement abstritt. "Auf dem Video
sieht man das aber", meinte Richter Peter Wilhelm. "Ich wollt' nur einen anderen daran hindern, den Ständer zu werfen", so
die Rechtfertigung des Beschuldigten.
Weitere Zeugen
Ein anderer Beschuldigter gab an, er leide unter heftigen Wirbelsäulenschmerzen und könne überhaupt nichts heben oder werfen.
Zum Beweis für seine Operationen öffnete er sogleich die Hose, riss das Hemd heraus und präsentierte dem überraschten
Richtersenat seinen entblößten Rücken. "Ich habe mich schuldig gemacht, dass ich das Stadion zu diesem Zeitpunkt verlassen
habe, mehr nicht", war alles, was er eingestand. Dass ihn zwei Polizistinnen als Steine-Werfer identifiziert hatten,
beeindruckte ihn wenig. Das Verfahren gegen ihn wurde schließlich ausgeschieden, weil noch weitere Zeugen gehört werden
sollen.
Nach der Einvernahme der Angeklagten wurde bei der Verhandlung im Landesgericht Leoben auch jene Videoaufzeichnung
vorgeführt, die die Polizei während und nach dem Spiel gemacht hat. Zwei der Angeklagten waren auf diesen Aufnahmen
deutlich zu erkennen. "Der ganze Wirbel war organisiert", sagte einer der betroffenen Polizisten im Zeugenstand aus.
Unbedingten einjährige Haftstrafe
Das Video zeigte deutlich, wie eine Gruppe "Fans" immer wieder auf die Polizisten losgeht, ganz offensichtlich dirigiert
von einem der Angeklagten. Doch der Wiener blieb bei seiner leugnenden Verantwortung. "Ich habe nur einem Fotografen
zugewunken", behauptete er. Einer der Beschuldigten zeigte sich nach der Vorführung des Films betroffen: "Das schaut
fürchterlich aus, ich bin schockiert, dass ich so etwas getan habe", meinte der Kroate.
Der Schöffensenat befand drei der Angeklagten für schuldig. Ein Wiener wurde zu einer unbedingten einjährigen Haftstrafe
verurteilt. Die beiden Kroaten wurden zu zwölf Monaten (drei davon unbedingt) sowie zehn Monaten (zwei davon unbedingt)
verurteilt. Die beiden Ausländer erhielten außerdem die Weisung, keine Fußballspiele in Österreich mehr zu besuchen.
Alle Angeklagten nahmen das Urteil an, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist damit nicht rechtskräftig.
(APA)
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